Erste Finanzkonferenz auf St. Chrischona
Quelle: ideaSchweiz, 27.08.2008
Uns drohen finanzielle Tsunamies
Manfred Kiener
Biblische Finanzprinzipien lehrte Earl Pitts aus Kanada vor 105 Personen aus zehn Ländern an der VerwalterschaftsKonferenz vom 21. und 22. August auf St. Chrischona. Als Praxisbeispiel erzählte Finanzchef Attilio Cibien über die Sanierung der Pilgermission St. Chrischona.
«Earl Pitts spricht von einem Finanz-Tsunami, der Staaten, Organisationen und Einzelpersonen in den Strudel reisst», berichtete Attilio Cibien, Finanzchef der Pilgermission St. Chrischona, an der Verwalterschafts-Konferenzauf St. Chrischona bei Basel. Eingeladen hatten die Chrischona-Gemeinden, die Freien Evangelischen Gemeinden und die Vereinigung Freier Missionsgemeinden. In der Schweiz, so Cibien, hätten das Swissair Grounding und die Milliardenabschreiber der Grossbank UBS viele verunsichert. Freikirchliche Gemeinden und viele ihrer Mitglieder kämpften ebenfalls mit finanziellen Herausforderungen und Schulden.
Alle Hypotheken abgelöst
Mit Schulden sah sich auch die Pilgermission St. Chrischona (PM) konfrontiert. Wie Rene Winkler, Leiter Gemeinden Schweiz, berichtete, drohte dem Werk 2001 ein Defizit von zwei Millionen Franken. Die Hypothekarschulden beliefen sich auf 16,5 Millionen Franken. 520000' Franken zahlte die PM damals an Zinsen. Der Verband trennte sich von seinem Geschäftsführer, baute Stellen ab und rief zu Spenden auf, Attilio Cibien sprang als Sanierer ein. Er rief zu einer Umschuldungsaktion auf Innert sechs Jahren gelang es, alle Hypotheken dank Darlehen von den Banken abzulösen. Eingesparte Zinsen flossen in die Entschuldung. 2006 war das Ziel erreicht: Chrischona leitete keine Spenden mehr für Zinsen an die Banken weiter. «Nun entschulden wir einzelne Chrischona-Gemeinden in der Schweiz. Vermögende Gemeinden helfen anderen solidarisch",
Wie viel ist genug?
Impulse erhielt Attilio Cibien am Männertag 2000 in Bern, als er zum ersten Mal Earl Pitts über biblische Finanzprinzipien sprechen hörte. Horst Reiser von Campus für Christus hatte Pitts damals in die Schweiz eingeladen. Pitts lehrt, im Bereich Geld kämpften zwei Systeme gegeneinander: Auf der einen Seite das vom Mammon beherrschte Weltsystem, das kauft und verkauft. Das Geld wird vermehrt durch Anhäufen und Zinserträge. Im Gegensatz dazu stehe das Reich Gottes. In ihm empfange der Christ Geld und gebe Geld weiter. Gott vervielfältige Geld in seinem Reich durch dreissig-, sechzig- oder hundertfache Frucht. Voraussetzung sei allerdings, so Pitts, den eigenen Finanzkreis anhand der Frage «Wie viel ist genug?» zu schliessen, Dieser Finanzkreis setze sich zusammen aus Verpflichtungen, Bedürfnissen und Wünschen. Darüber Hinausgehende Einnahmen sollen ins Reich Gottes fliessen. Laut Pitts enthält die Bibel über 2300 Verse rund ums Geld. Unter der Leitung von Moderator Urs Scherrer aus Mendrisio diskutierten die Teilnehmenden der Konferenz in Gruppen über Finanzen und erzählten im Plenum ihre Erlebnisse im Umgang mit Geld.
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