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Wir sind Verwalter von Gottes Eigentum

Ein Verwalter ist jemand, der den Besitz eines anderen verwaltet.

Wir sollen treu sein

Alles was wir haben, gehört Gott, und er hat uns die Verantwortung übertragen, diese Dinge anhand der biblischen Finanzprinzipien treu zu verwalten. „Von Verwaltern wird verlangt, dass sie zuverlässig sind.“ (1. Korinther 4:2, GN)

(1)   Wir sollen mit allem treu sein, was wir haben

Wir sollen nicht nur treue Verwalter des Zehnten sein, den wir geben, sondern auch der andern neunzig Prozent. Alles was wir haben, gehört dem Herrn, und wir sollen damit in einer ihm wohlgefälligen Art und Weise umgehen.

 (2)   Wir sollen in kleinen Dingen treu sein.

„Wer in kleinen Dingen zuverlässig ist, wird es auch in grossen sein, und wer in kleinen unzuverlässig ist, ist es auch in grossen.“ (Lukas 16:10 GN). Wenn wir in kleinen Dingen treu sind, kann uns Gott grössere Verantwortung übergeben. Wir dürfen unser Geld nicht in einer Art und Weise ausgeben, welche ihm missfallen würde, weil wir sonst untreue Verwalter wären.

Wenn wir treu sind, kommt uns das auf drei Arten zugute

(1)   Wir wachsen näher zu Jesus Christus hin.

Wenn wir dem Herrn treu gehorchen und dienen, wachsen wir in unserer Liebe zu ihm. „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.“ (Johannes 14:21). Gottes Finanzprinzipien treu umzusetzen trägt zum Wachstum in der Liebe zu Christus bei.

(2)   Wir entwickeln einen Charakter, der Gott gefällt.

Gott benutzt das Geld, um unsern Charakter ans Licht zu bringen und zu läutern. Unser Umgang mit Geld ist ein äusserlicher Indikator unseres wahren geistlichen Zustands. Man kann vieles über Menschen sagen, wenn man beobachtet, wie sie mit Geld umgehen. Zum Beispiel: sind sie ehrlich oder nicht? Spielen sie oder spenden sie?

(3)   Wir erleben zunehmend finanzielle Stabilität.

Wenn wir Gottes Prinzipien auf unsere Finanzen anwenden, werden wir unser Geld weiser ausgeben, für die Zukunft zu sparen beginnen, und dabei sogar mehr für das Reich Gottes geben.

Vorsicht mit extremen Lehrmeinungen zu Reichtum und Armut!

Eines dieser Extreme sagt aus, dass wahre Frömmigkeit nur in Armut zu finden sei. Geld und Besitz können für Gutes oder Schlechtes eingesetzt werden. Etliche gottesfürchtige Männer in der Bibel gehörten zu den reichsten Menschen ihrer Zeit.

Im Alten Testament belohnte Gott sein Volk mit Überfluss, wenn es gehorsam war, während Armut eine der möglichen Konsequenzen von Ungehorsam war. In 5. Mose 30:15,16 heisst es: „Siehe ich habe dir vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse, indem ich dir heute gebiete, den Herrn, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu gehen und seine Gebote ... zu bewahren, damit der Herr, dein Gott, dich segnet ...“

In Psalm 35:27 heisst es: “Der Herr sei hoch gelobt, der seinem Knecht so wohl will!“ (Luther [Lu]). Wir dürfen mit gutem Gewissen um Wohlstand beten, sofern unsere Gottesbeziehung gesund ist und wir die richtige Sicht von Besitz haben. „Mein Lieber! Ich wünsche dir, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und du gesund bist, so wie ich das von deinem inneren Leben weiss.“ (3. Johannes 2 GN) Die Bibel sagt nicht, Gottes Volk müsse in Armut leben. Christen dürfen materielle Ressourcen haben.

Das andere Extrem sagt, dass alle Christen, die wirklich glauben, finanziell immer erfolgreich sind. Auch dieses Extrem stimmt nicht.

Studieren wir das Leben von Josef. Er ist ein Beispiel einer treuen Person, die Reichtum und Armut erlebte. Er wurde in einer reichen Familie geboren, dann in einen Brunnen geworfen und von seinen eifersüchtigen Brüdern in die Sklaverei verkauft. Während Josef Sklave war, beförderte ihn sein Meister zum Aufseher seines Hauswesens. Später traf Josef den richtigen Entscheid, keinen Ehebruch zu begehen mit der Frau seines Meisters. Das Resultat? Er musste jahrelang im Gefängnis leiden – für diesen richtigen Entscheid. Aber zu Gottes Zeitpunkt wurde er zum Premierminister von Ägypten befördert.

Einen Hinweis darauf, was wir tun müssen, damit es uns gut geht, finden wir in Josua 1,8: „Sprich die Weisungen aus meinem Gesetzbuch ständig vor dich hin und denke Tag und Nacht darüber nach, damit dein ganzes Tun an meinen Geboten ausgerichtet ist. Dann wirst du Erfolg haben und wirst alles, was du beginnst, glücklich vollenden.“ (GN)

Zwei Voraussetzungen lassen sich in diesem Text erkennen:

1. Wir sollen unablässig über Gottes Wort nachdenken und es uns in Herz und Sinn einprägen.

2. Wir sollen sein Wort aufmerksam befolgen.

Wenn wir diesen Forderungen nachkommen, dann kann Gott uns auch finanziell segnen. Eine Garantie dafür gibt er uns allerdings nicht. Gott weiss, was am besten für uns ist und möchte, dass wir ihm die richtige Wahl zutrauen

Die folgende Tabelle vergleicht die drei Einstellungen:

  ARMUT VERWALTERSCHAFT REICHTUM
Besitz ist... schlecht eine Verantwortung ein Recht
Ich arbeite, um... meine Grundbedürfnisse zu decken Gott zu dienen reich zu werden
Christen sind... arm treu reich
Gottlose Menschen sind... reich ungehorsam arm
Ich gebe, ... weil ich muss weil ich Gott liebe um etwas zu bekommen
Ich kaufe... ängstlich und freudlos, ohne Gott zu danken verantwortungsbewusst und unter Gebet spontan und sorglos

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