Ausblick
Wir sind nun miteinander vierzig Tage auf Ostern zu gegangen. Ich bin überzeugt, dass diese Tage unser Herz, unsere Gedanken und die Sicht auf unser Leben verändert haben. Wenn wir darin bleiben, werden wir anhaltend verändert werden. Denn wir sind dazu bestimmt, dem Bild Jesu Christi gleich zu sein (Römer 8, 29). Wer sich durch den Heiligen Geist in das Wesen Jesu verändern lässt, wird immer mehr in seinem eigenen konkreten Leben die Realität erfahren, die wir an biblischen Beispielen betrachtet haben. Ostern wird so nicht zu einem einzelnen Feiertag im Jahr, sondern zu einem Bild für das ganze Leben! Oder wie es Paulus in 2. Korinther 3,18 beschreibt: «Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.»
Wie wunderbar ist es zudem, dass es mit der Freude über die Auferstehungskraft Gottes, die an Ostern sichtbar geworden ist, nicht sein Ende und seine Bewandtnis hat. Wir dürfen damit rechnen, dass nach Ostern Pfingsten kommt! Nach der Demonstration der Kraft Gottes auch in schmerzhaften und unverständlichen Wegen beschenkt uns Gott mit seinem Geist. Seine anhaltende Gegenwart durch seinen Geist hilft uns erst, diesen Weg der letzten vierzig Tage in die kommende Zeit umzusetzen: Mehr und mehr zu erkennen, wer Gott ist, uns als Gesegnete zu sehen und ihm dafür zu danken; selbst in Schwierigkeiten die Wege Gottes mit uns zu finden und in allem zu Segnenden werden, weil wir selbst Gesegnete sind.
Durch Menschen, die so unterwegs sind, werden andere Menschen auf Gott hingewiesen. An Menschen, die miteinander so unterwegs sind, werden weitere Menschen die Herrlichkeit Gottes sehen und die Liebe Gottes erkennen, der seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat, um uns Menschen mit sich zu versöhnen. So freue ich mich auf den Christustag vom 13. Juni und bete, dass dieser zu einem Zeichen der Einheit der Christen in unserem Land wird.
Ich wünsche uns allen die Erfahrung und daraus die Dankbarkeit, dass der Sieg Jesu Christi am Kreuz immer heller in unseren Leben und in unserem Land strahlt: «Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!» (1. Korinther 15,57)
Markus Schildknecht