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Arbeit

Im Laufe seines Lebens arbeitet der Durchschnittsmensch 100'000 Stunden. Oft beinhaltet diese Arbeit eine gewisse Unzufriedenheit. Wenn wir die biblischen Prinzipien über die Arbeit verstehen, können wir in unserer Arbeit mehr Zufriedenheit erlangen, und es gibt Gott die Möglichkeit, uns Erfolg zu schenken.

Gott hat die Arbeit zu unserem Nutzen geschaffen

Als erstes gab Gott Adam Arbeit. „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren“. (1. Mose 2:15) Gott schuf in der sündenlosen Umgebung des Gartens Eden die Arbeit zu unserm Nutzen. 

Nach dem Sündenfall, als die Sünde in die Welt kam, wurde die Arbeit schwieriger: „Deinetwegen ist der Acker verflucht. Mit Mühsal wirst du dich davon ernähren, dein Leben lang. Dornen und Disteln werden dort wachsen, und du wirst die Pflanzen des Feldes essen. Viel Schweiss musst du vergiessen, um dein tägliches Brot zu bekommen.“ (1. Mose 3:17-19)

Gottes Sicht der Arbeit

Arbeit ist nötig

Arbeit ist so wichtig, dass Gott in 2. Mose 34:21 das Gebot gab: “Sechs Tage sollst du arbeiten.“ Der Apostel Paulus schrieb, „wenn ein Mensch nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.“ (2. Thessalonicher 3:10).

Arbeit entwickelt den Charakter

Einer der wichtigsten Gründe für die Arbeit ist, Charakter zu entwickeln. Während der Zimmermann das Haus baut, baut das Haus auch den Zimmermann. Seine Talente, sein Fleiss, seine manuelle Fertigkeiten, seine Beurteilung der Dinge werden verfeinert. Eine Arbeitsstelle ist nicht nur eine Aufgabe, um Geld zu verdienen; sie ist auch dazu da, im Leben des Angestellten einen Gott wohlgefälligen Charakter zu entwickeln.

„Fleiss führt zu Macht, Faulheit macht zum Sklaven.“ (Sprüche 12:24 GN)

Wir arbeiten für Christus

Die Bibel sagt, dass wir in unserer Arbeit letztlich Gott dienen. „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen und wisset, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus!“ (Kolosser 3:23-24 Lu)

Betrachten Sie Ihre Einstellung zu Ihrer Arbeit. Wenn Christus Ihr sichtbarer Chef wäre – würden Sie versuchen, treuer zu arbeiten? Die wichtigste Frage, die Sie täglich vor Arbeitsbeginn beantworten müssen, ist: „Für wen arbeite ich?“ Sie arbeiten für Christus.

Gottes Verantwortung in Bezug auf die Arbeit

Gott gibt uns die Fertigkeiten für unsere Arbeit.

„…und alle Männer mit einem weisen Herzen, denen der Herr Weisheit und Verstand eingegeben hatte, damit sie die ganze Arbeit … ausführen könnten, …“ (2. Mose 36:1)

Da Gott jeder Person einzigartige Talente und Fertigkeiten gegeben hat, stellt die Bibel keine ehrliche Arbeit über die andere. In der Bibel kommen viele verschiedene Berufe vor. David war Schafhirte und König. Lukas war Arzt. Lydia war eine Geschäftsfrau. Daniel war ein Beamter. Paulus war Zeltmacher. Und Jesus war Zimmerman

Gott gibt uns unseren Erfolg

Im Beispiel von Josef sehen wir, wie Gott einem Menschen Erfolg schenkt. „Der HERR aber war mit Josef … dem alles gelang … sein Herr sah, dass der HERR mit ihm war und dass der HERR alles, was er tat, in seiner Hand gelingen liess.“ (1. Mose 39:2-3) Wir haben Verantwortung für unsere Arbeit, aber wir müssen erkennen, dass Gott derjenige ist, welcher uns Erfolg beschert.

Gott hat die Macht über Beförderung und Aufstieg

„Weder vom Osten noch vom Westen habt ihr etwas zu erwarten, auch nicht aus der Wüste oder von den Bergen – Gott selbst kommt und hält Gericht: Die einen stürzt er, die anderen macht er gross.“

Unsere Verantwortung in Bezug auf die Arbeit

Wir sollen hart arbeiten

„Wenn sich dir die Gelegenheit bietet, etwas zu tun, dann tu es mit vollem Einsatz.“ (Prediger 9:10 GN). „...aber kostbarer Besitz eines Menschen ist, wenn er fleissig ist.“ (Sprüche 12:27). Die Bibel verurteilt Faulheit und ermutigt, fleissig zu sein und hart zu arbeiten. „Der nachlässige Arbeiter und der mutwillige Zerstörer sind Brüder.“ (Sprüche 18:9 GN) Paulus’ Leben war ein Beispiel harter Arbeit. „Ich habe keine Mühe gescheut und habe Tag und Nacht für meinen Lebensunterhalt gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen. ...ich wollte euch ein Beispiel geben, dem ihr nachleben sollt.“ (2. Thessalonicher 3:8-9 GN)

Wir sollen uns nicht überarbeiten

Harte Arbeit soll jedoch im Gleichgewicht mit den andern Prioritäten des Lebens sein. Falls Ihr Beruf so viel Zeit und Energie beansprucht, dass Sie Ihre Beziehung zu Christus oder ihrer Familie vernachlässigen, arbeiten Sie zu hart. In 2. Mose 34:21 heisst es: „Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen; auch in der Zeit des Pflügens und in der Ernte sollst du ruhen.“ Ruhe kann eine Frage des Glaubens sein. Kann Gott sechs Arbeitstage ergiebiger machen als sieben? Ja! Gott hat unserer physischen, geistlichen und seelischen Gesundheit zuliebe den wöchent­lichen Ruhetag eingerichtet. 

Wir sollen ehrlich sein

„Ihr sollt nicht stehlen und ihr sollt nicht lügen und nicht betrügerisch handeln einer gegen den andern.“ (3. Mose 19:11)

Wir sollen unsere Arbeitgeber ehren

„Ihr Sklaven und Sklavinnen, [Angestellte], ordnet euch euren Herren und Herrinnen unter, und erweist ihnen den Schuldigen Respekt, nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch den launischen.“ (1. Petrus 2:18 GN)

Wir sollen Arbeitskollegen ehren und nie verunglimpfen

„Verleumde einen Sklaven [Angestellten] nicht bei seinem Herrn [Arbeitgeber], damit er dir nicht flucht und du es büssen musst." (Sprüche 30:10)

Zusammenfassung

Jesus sprach soviel über Geld und Besitz, weil er wusste, wie vieles in unserem Leben damit zu tun hat.

Alles gehört Gott und er hat jedem von uns einen Teil seines Besitzes anvertraut. Er will, dass wir weise und treue Verwalter sind, indem wir die Finanzprinzipien in seinem Wort anwenden. 

Er hat uns die Arbeit gegeben, damit wir für unsere Bedürfnisse aufkommen und unsern Charakter entwickeln können. Wir sollen hart und möglichst gut arbeiten, da wir genau genommen für Christus arbeiten.

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