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9. Seminar-Tour mit Earl Pitts zum Thema "Stress mit Geld?"

25.11.2008

Tom Sommer

Verantwortliche aus Kirchen, Gemeinden und Firmen setzen auf biblische Lösungen – eine Alternative?

Rund 100 leitende Personen aus der ganzen Schweiz folgten am Montag der Einladung von CROWNLife zum Tagesseminar Finanzen im Christlichen Zentrum Thalgut in Wichtrach im Aaretal. Das abendliche Grundlagenseminar zum Thema lockte dann rund 300 Personen aus der Region an. Nicht nur der international versierte IBM-Ingenieur und Finanzexperte Earl Pitts war ein Magnet, sondern die persönliche Betroffenheit: Vergleichsdenken, Konsumfallen, Schulden, Hoffnung auf die Trendwende, Suche nach tragfähigen Lösungen und Konzepten.

«In dieser Kirche muss etwas passiert sein», betonte der Schuldenexperte Martin von Känel, bekannt aus der «Leben live»- Sendung des Schweizer Fernsehens, als er zeigte, dass nach einem Gottesdienst ein grosses Glasgefäss mit zerschnittenen Kreditkarten gefüllt werden konnte. Die Worte der Predigt hätten ihre Wirkung nicht verfehlt. Offenbar sei vielen Menschen klar geworden, dass ein Leben auf Pump geradezu süchtig mache und diese magische Plastikkarte das Potential habe, sie in Schulden und gar in den Ruin zu treiben. Dass diese Problematik auch gesundheitsrelevant sei, habe man in Studien nachweisen können: Schulden führten zu einer dreifach erhöhten Erkrankungshäufigkeit, und jeder fünfte Suizid stehe im Zusammenhang mit Finanznöten.

Wer ist schuld an der Krise?

Nur über die „bösen Banker“ mit den Abzockhonoraren zu klagen, führe nicht zu Lösungen, sagte der Kaufmann Horst Reiser, Leiter von CrownLife Schweiz. Jeder Mensch, gleich welcher Ethik verpflichtet, habe diesen Überlebenstrieb in sich, der eben auch mehr oder weniger ungesunde Dimensionen annehmen könne – zu Lasten der Umwelt und der Mitmenschen. Auch das blosse Auswechseln der leitenden Köpfe in den Banken könne letztlich keine Lösung sein, betonte Pastor Markus Hüsler in seinem Beitrag. Wichtig sei, dass sich an der Grundhaltung gegenüber dem Geld, wem eigentlich was gehöre, etwas ändere. Aber wo um Himmels willen, so stand die Frage im Raum, liessen sich Antworten finden?

Wieviel ist genug?

Diese Frage steht hinter dem Konzept, das der Finanzexperte Earl Pitts entwickelte. Der Kanadier, der nun schon zum 9. Mal in der Schweiz auf Schulungstour unterwegs ist, forderte bereits Tausende Personen heraus, auf diese oft als revolutionär empfundene Frage eine Antwort zu geben. Wer nämlich nicht von sich aus definiere, wie viel für ihn genug ist, der werde von der Umwelt dazu getrieben, sich zu vergleichen und unersättlich zu werden. Wer jedoch seinen Bedarf klar definiere, habe einen Überfluss, den er für andere einsetzen könne, und das bringe Segen. Unzählige Personen und Organisationen würden erleben, dass die in der Bibel beschriebenen Hinweise zum Umgang mit Finanzen wirklich Hand und Fuss hätten. Aber, das musste Earl Pitts eingestehen, hätten auch viele Christen die Tiefe der „Finanzbotschaft“ der Bibel noch nicht ganz verstanden. Das gut besuchte Grundlagenseminar am Abend machte das deutlich. „Die Leute wollen wirklich wissen, wie biblisch begründeter Finanzhaushalt funktioniert“, so der Referent. Es gehe weder um ein Evangelium der Armut noch um ein Wohlstandsevangelium, sondern um eine Haltung der Verwalterschaft gegenüber Geld und Gütern, die dem Menschen ja sowieso nur temporär zur Verfügung stünden. Earl Pitts forderte Verantwortliche und normale Bürger dazu auf, sich bewusst zu entscheiden, sich dem Thema zu stellen. Auch wenn es einem relativ gut gehe – ein erstes Anzeichen, diesen Segen doch vermehren zu können.

Hilfsangebote

Am Seminartag wurden konkrete Angebote, das Thema privat oder in Organisationen anzupacken, vorgestellt. Dazu gehörten spezifische Schulungen für Jugendliche, Schritte zur Schuldensanierung, die Einbindung von erfolgreichen Geschäftsleuten und Multiplikatoren mit ihrem biblischen Lebenskonzept, Entwicklung und Einsatz von DVD-Lehrmitteln und anderem Kursmaterial. Als gemeinsame Stossrichtung über allem könnte formuliert werden: einen Lebensstil von Freiheit und Grosszügigkeit entwickeln. Die Veranstalter plädierten dafür, das biblisch-christliche Konzept bezüglich Finanzen tatsächlich zu testen.
Per Januar 2008 ist es nun wahr geworden: Dieselben Personen, die bisher durch History's Handful einen starken Lehrdienst im Umgang mit Geld für Privatpersonen, Gemeinden und Wirtschaft entwickelt hatten, fördern das Thema nun noch stärker. Dafür haben wir bei Campus für Christus im Departement Familie & Gemeinde den Arbeitsbereich CROWN Life entwickelt, um noch vermehrt für und durch Gemeinden dienen zu können.

Hier können Sie den Artikel von idea Schweiz dazu lesen

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